Informationen & Links
Wer mit einer Krebsdiagnose konfrontiert wird, sucht verlässliche Informationen – und stößt dabei schnell auf ein Dickicht aus Werbebotschaften, rosa Schleifen und kommerziell gefärbten Ratgebern. Diese Seite sammelt Quellen, die wir selbst für hilfreich, ehrlich und kritisch reflektiert halten.
Seriöse Anlaufstellen im Netz
Nicht jede Website, die „Unterstützung" verspricht, ist wirklich unabhängig. Wir verlinken hier nur Organisationen, die ihre Finanzierung offenlegen und keine Produktwerbung mit Gesundheitsberatung vermischen.
- Krebsinformationsdienst (KID) — Der Informationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) beantwortet individuelle Fragen kostenlos, auch telefonisch unter 0800 420 30 40.
- Arbeitskreis Frauengesundheit (AKF) e.V. — Der größte Zusammenschluss unabhängiger Frauengesundheitsorganisationen im deutschsprachigen Raum, mit feministischem Ansatz und kritischer Haltung gegenüber der Medizinisierung des weiblichen Körpers.
- Feministisches Frauengesundheitszentrum Berlin (FFGZ) — Seit 1974 aktiv, mit fundierten Informationen zu Frauengesundheit jenseits des medizinischen Mainstreams.
Kritischer Blick: Wenn Solidarität zum Geschäftsmodell wird
Der Oktober gilt als „Brustkrebsmonat" – und mit ihm fluten rosa Produkte den Markt. Was bedeutet es, wenn ein Joghurtbecher für „Brustkrebs-Bewusstsein" wirbt, ohne dass klar ist, wohin das Geld fließt? Wir finden diese Frage wichtig.
Das Phänomen hat sogar einen Namen: Pinkwashing – wenn Unternehmen das rosa Band nutzen, um ihr Image aufzupolieren, ohne echten Beitrag für Betroffene zu leisten. Betroffene verdienen echte Unterstützung, keine Marketingkampagnen.
Buchtipps aus unserer Gruppe
Bücher, die Mitglieder unserer Gruppe gelesen und diskutiert haben – ausgewählt, weil sie Betroffenen eine Stimme geben und nicht bloß medizinische Ratgeber sind:
- Barbara Ehrenreich: Welcome to Cancerland — ein scharfzüngiger Essay über die Kultur des Brustkrebsbewusstseins (englisches Original; deutsche Ausgabe unter dem Titel Smile or Die empfehlenswert)
- Audre Lorde: The Cancer Journals — ein Klassiker feministischer Krankheitsliteratur, in dem die Autorin ihre Brustkrebserkrankung als politische und persönliche Erfahrung beschreibt
- Hilde Schulte: Diagnose Brustkrebs – und jetzt? — praxisnah, ohne Verharmlosung
Projekte, die uns bewegen
Wir stellen regelmäßig Projekte vor, die junge Frauen mit Krebs sichtbar machen – in der Forschung, in der Kunst, in der Politik. Habt ihr ein Projekt, das ihr hier vorstellen möchtet? Schreibt uns einfach an.
Diese Linkliste wird von uns gepflegt und regelmäßig aktualisiert. Wir haben keinerlei finanzielle Verbindung zu den verlinkten Organisationen.