Über uns
Treffpunkt Krebs entstand aus dem Wunsch heraus, einen Ort zu schaffen, der so ist wie die Frauen, die ihn brauchen: ehrlich, warmherzig und frei von kommerziellem Beigeschmack. Gegründet von Britta und einer kleinen Gruppe engagierter Frauen im Raum Tübingen/Reutlingen, hat sich die Gruppe über die Jahre zu einem lebendigen Treffpunkt für jüngere Frauen entwickelt, die mit einer Krebsdiagnose umgehen – oder gelernt haben, damit zu leben.
Wer wir sind
Wir sind keine Einrichtung, keine Behörde und kein Verein mit Mitgliedsbeitrag und Vereinsmeierei. Wir sind Frauen, die verstehen, was es bedeutet, mitten im Leben zu stehen – mit Job, Familie, Träumen – und plötzlich eine Diagnose zu bekommen, die alles auf den Kopf stellt. Gerade jüngere Frauen erleben in dieser Situation oft eine besondere Isolation: Die klassischen Krebsselbsthilfegruppen passen häufig nicht zur eigenen Lebenssituation, und das medizinische System lässt wenig Raum für die Fragen, die einen wirklich beschäftigen.
Treffpunkt Krebs füllt genau diese Lücke – mit echtem Gespräch, gegenseitiger Unterstützung und einer klaren Haltung: Selbsthilfe bedeutet für uns Selbstbestimmung.
Unsere Werte
Wir stehen für eine kritische, feministische Perspektive auf Frauengesundheit. Das bedeutet konkret: Wir hinterfragen die Kommerzialisierung des Brustkrebsbewusstseins – Stichwort Pink-Washing –, wir schauen genau hin, wenn Pharmamarketing als Aufklärung verkauft wird, und wir trauen Frauen zu, informierte Entscheidungen über ihre eigene Gesundheit zu treffen.
Gleichzeitig sind wir eingebunden in ein breites Netzwerk feministischer Frauengesundheitsinitiativen. Dieser Austausch bereichert unsere Arbeit und verbindet uns mit Frauen weit über Tübingen und Reutlingen hinaus.
Was uns antreibt
- Gemeinschaft statt Einsamkeit – Keine Frau soll nach der Diagnose das Gefühl haben, allein zu sein
- Information statt Vermarktung – Wir teilen Wissen ohne Eigeninteresse
- Haltung statt Harmlosigkeit – Wir benennen, was schiefläuft im System
Britta und das Team
Britta hat Treffpunkt Krebs aus eigener Erfahrung heraus mitgegründet. Sie weiß, dass die Zeit nach der Diagnose nicht nur medizinisch, sondern auch emotional und gesellschaftlich herausfordernd ist. Zusammen mit weiteren Frauen aus der Region pflegt sie ein Angebot, das von Betroffenen für Betroffene gestaltet wird – ohne Hierarchie, ohne Agenda, mit viel Herzblut.
Wer mehr über bundesweite Anlaufstellen sucht, findet beim Krebsinformationsdienst des DKFZ eine umfangreiche Übersicht regionaler Selbsthilfegruppen. Auch die Frauenselbsthilfe Krebs bietet als einer der größten bundesweiten Verbände ergänzende Ressourcen und Vernetzungsmöglichkeiten.
Treffpunkt Krebs ist kein Ersatz für medizinische Begleitung – aber oft der Ort, an dem Frauen das finden, was Medizin allein nicht geben kann: Verständnis, Verbundenheit und die Gewissheit, dass man nicht die Erste ist, die genau das durchmacht.